Ein Casemod entsteht - Teil 3: Hardware und Mainboardeinbau
Nachdem nun das Netzteil betriebsfähig ist, stellte ich mir die Frage, welches Mainboard und welcher Prozessor passt in so ein Gehäuse? Dazu musste ich mir erstmal über den Verwendungszweck klar werden. Dieser Rechner sollte keine Super-Megakrasse-Highend-Zocker-DivXkodiermaschine werden. Ich wollte einen Rechner der folgende Kriterien trifft:
- sehr leise
- sehr klein und handlich
- sparsam im Verbrauch =)
- originell (Modding!)
- leistungsfähig
Nach langer Recherge und Surfen und Fragen in verschiedensten Foren fiel meine Entscheidung auf eine Flex-ATX Board mit einem Via C3 Prozessor. Das Mainboard musste Lan, Sound und Grafik onboard haben. Da es in diesem kleinen Gehäuse unmöglich ist einen Athlon oder Pentium ausreichend zu Kühlen, musste eine CPU her, die nicht allzu warm wird, aber dennoch Leistung besitzt. Der Via C3 Prozessor hat eine Leistungsaufnahme von ca. 10 Watt, dementpsrechend seine Abwärme. Im Vergleich: Athlons haben ca. 50 Watt. Zudem lässt sich der Via Prozessor problemlos passiv kühlen. ViaTech selbst zeigt auf seiner Webseite Beispiele für Server mit nur einer Höheneinheit.
Selbstverständlich, und das betont ViaTech selbst immerwieder, kann man einen 933MHZ Via C3! Prozessor nicht mit einem gleich getakteten Duron oder Celeron vergleichen. In der Leistung unterliegt der sparsame C3 aufjedenfall. Seine Stärken liegen eben in anderen Bereichen.
Die Festplatte sollte auch nicht gerade allzu laut sein. Daher entschloss ich mich für 2 40GB Western DIgital Platten mit jeweils 5400U/min. Nicht gerade schnell, deshalb bschloss ich mit diesen 2 Platten RAID-0 (STRIPE) zu betreiben. Ich hatte noch einen Raid-Controller rumliegen. Fehlt nur noch das Board...
Bei Ebay wurde ich fündig: ein Asus Cuwe-FX Mainboard. Wie alle FX Mainboards von Asus, ist auch das CUWE-FX sehr klein, hat onboard LAN, Grafik und Sound. Dazu Sockel 370, also passend für den Via C3!.
Fragt sich jetzt nur, was man mit so einem Rechner anstellt? Zum Zocken taugt er nichts. CD-Rom und Floppy haben im Gehäuse kein Platz...
Ich entschloss mich dazu, einen FTP-Server für Lans zu bauen. Klein und handlich, deshalb auch die 40Gb Platten, welche bei STRIPE ja ca. 80GB ergeben. Ansonsten benutze ich ihn als Edonkey-Rechner über Nacht oder wenn ich in der Arbeit bin. Andere Anwendungsmöglichkeiten: Router, Domainserver, Linuxkiste und z.B. Counter-Strike Server und und und.
<table border=0 width=100%><tr><td> </td><td>Nachdem die Hardware mit der Post gekommen war und ich eine ungefähre Vorstellung hatte wo sie hin soll, musste ein Anschlussblech eines alten Towers her. An der gestrichelten Linie wurde es um 90 Grad gebogen, das gestrichelte Feld ausgeschnitten (für den LAN Anschluss).</td></tr></table>
<table border=0 width=100%><tr><td> </td><td>Dabei kommt der eine oder andere "Ausrutscher" schonmal vor =).</td></tr></table>
<table border=0 width=100%><tr><td> </td><td>Dann einmal Probeanpassen (mit Heisskleber bisschen fixiert).</td></tr></table>
Man sieht schon ein Bisschen den Karton, den ich als Unterlage fürs Board benutzt habe. Rechts gut zu erkennen: die alten Anschlüsse für die Clients des Terminalservers. Hässliche Löcher...was tun? Auch ist das Anschlussblech ned grad schön...
<table border=0 width=100%><tr><td> </td><td>Im Eisenwarenhandel fand ich dann ein Alublech der Firma "Alfer"...</td></tr></table>
Im nächsten Teil zeige ich Euch was man damit anstellen kann, und wie die Hardware in das Case kommt...
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